11.09.17

06 ist es immernoch schwer.jpg
Sich treffende Menschen fragen einander, was sie wohl wählen werden – teils aus schlichtem Interesse, teilweise aus Unentschlossenheit oder aber auch aus Faulheit, all den Wahlkampagnen zu folgen.
Durch Erfragen kann es einfacher sein, zu einer Entscheidung zu kommen, ohne sich groß mit „der Sache“ auseinanderzusetzen zu müssen.

Aber wo beginnt die Beeinflussung, die den Zehntausenden Menschen genauer rund 80.000 Menschen mit Behinderung, die von den Bundestagswahlen ausgeschlossen sind, vorgeworfen wird?

Dialog:
A: „Und was wählen wir?“
B: „Das ist unklar.“
A: „Was müssen wir wählen?“
B: „Die Wahrheit!“
A: „Und mit dem Was? wählen wir Wen?“
B: „… den oder die, die uns am wahrhaftigsten erscheinen…“
A: „… erscheinen…“

Seit Tagen zwinge ich mich, täglich eine Stunde dem Wahlwahnsinn zu folgen und mein Wissen darum zu erweitern.
Ich habe „Pride“ geschaut, um mich auch geschichtlich politisch zu bilden, habe demonstrativ auf dem Landtagssitz eines AfDlers gesessen und von der Missy Magazine Chefredakteurin Stefanie Lohaus gelernt, was es für das Sexualverhalten unserer Kinder bedeutet, die AfD zu wählen.
Ich habe von Angela Merkel lernen dürfen, dass eine Visagistin „Volksnähe“ in ein Gesicht zaubern kann und das Abgeordnete Frauen auch Mütter sind, die wenn sie im falschen Moment auf dem Spielplatz angetroffen werden, eben leider nicht mehr gewählt werden können.

Das treibt mich um und die
aktuell täglich aufploppenden Anfragen von Freunden, ihre Parteien mit „gefällt mir“ zu markieren und somit zu unterstützen.
Währenddessen „überdenkt“ mein Sohn die Wahlplakate, die nicht nach seinem Gusto sind und gemeinsam freuen wir uns über die „Gegen das Grau“ Plakate von >Schöner leben ohne Nazis< und die Kampagnen von Plakatfreien Straßenzügen im Berliner Raum.
Gestern sah ich, an einer der größten Potsdamer Kreuzungen, in einem Meer von sauberen Wahlplakaten, ein sehr sehr lustig knallbunt blauäugig verschönertes Portrait einer Kanditatin der CDU
und gerade erklärt mir Noah Sow auf Youtube sehr eindrucksvoll: „Warum nicht 100% der Menschen „mit Migrationshintergrund“ Lust haben, zu wählen…“

Nun, was werde ich tun?
Ich wähle beflissen täglich und entscheide mich für das, was ich für Richtig & Wichtig halte für Mensch & Umwelt und werde mich heute mit dem bewusst gestreuten Gerücht: Wahlrecht für Geflüchtete zu den Bundestagswahlen auseinandersetzen.
Ich werde, dem Ganzen täglich bis zum Tag X weiterhin eine Stunde widmen und auf jeden Fall zur Wahl gehen, um meine Stimme kenntlich zu machen – aber ob grün oder am Tag der Wahl völlig blau, bleibe ich Schwarze Deutsche und bin mir nicht sicher, ob das Ganze was bringt, denn meine Wünsche und Visionen spiegeln sich in keiner der vorgegebenen Parteien vollständig wieder.
Ich muss also Abstriche machen, was mir als Frau leider absolut nicht fremd ist und das das (im medizinischen Sinne des Wortes) meist nichts Gutes bedeutet, weiß Frau wohl am besten…

Filmtipps zum Thema:
Berliner Farben (am besten gleich alle Teile; )
Brot & Rosen
oder ganz anders: Der Pate II

 

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